Mit dem Kanu solo von Triest nach Venedig

 

Am Anfang dieser Reise stand die Frage: Wie ist es möglich, in den grandiosen Lagunenlandschaften von Grado und Venedig zu fotografieren? Es gibt dort kaum Straßen und Wege, eigentlich nur Wasser. Wassertiefe zwischen 10 cm und 2 Metern.
Kurz überlegt und gepackt: Mein Nautiraid Faltboot RAID 460 in Expeditionsausführung, Zelt, Schlafsack, Kocher, Wäsche, Verpflegung, ein Buch und die Fotoausrüstung. D.h. in diesem Fall war das die D90 und dazu das Nikkor 17-55mm und das 70-300mm VR. Warum Nikon D90? Diese Kamera war zu der Zeit, als die Tour stattfand, eine Top Kamera, außerdem nicht so teuer, dass ein Totalschaden ruinös gewesen wäre. Alles in wasserdichte Rolltaschen von Ortlieb verpackt. Gesamtgewicht: ca. 45kg, aber kein Problem: Alles auf den Bootswagen geschnallt, zum Südbahnhof und ein paar Stunden später bin ich schon in Triest. Bootsaufbau, einpacken und los geht’s.

Strecke: 145 Km, 4 Tage auf dem Wasser.
Spezifische Probleme für den Fotografen: Salzwasser ist der Feind jedes technischen Geräts. Eine Kamera ist da ganz besonders empfindlich. Am dritten Tag war es so, dass die D90 (nicht abgedichtetes Modell) einen Nachmittag lang unkontrolliert ausgelöst hat…

Die Ausrüstung muss zu jedem Zeitpunkt, wenn nicht gerade fotografiert wird, wasserdicht verpackt sein. Ein Kentern kann theoretisch jederzeit passieren. Mit einem Ersatzakku kommt man über 4 Tage und 1500 Auslösungen, wenn man im Zelt nicht der Versuchung unterliegt, sich die Fotos am Display mehrmals anzusehen.

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